Stellungnahme des Schulvorstandes des Hölty
– Gymnasiums zur geplanten
Schulstrukturänderung im Landkreis Celle
„ Kein Gymnasium
der Stadt Celle wird gegen seinen Willen in eine
IGS umgewandelt oder zugunsten einer solchen
aufgelöst“, so traten Politiker im
Wahlkampf 2011 auf!
Wir, die Mitglieder des Schulvorstandes, bedauern,
dass vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion
davon auszugehen ist, dass diese Versprechen
gebrochen werden. Das ist vor allem im Zusammenhang
mit der neu begonnenen inhaltlichen Ausgestaltung
des Hölty bedauerlich!
Aus unserer Sicht bedeutet die öffentliche
Diskussion für unser Gymnasium insbesondere:
eine Behinderung der inhaltlichen Arbeit am
Hölty,
den Verlust der Planungssicherheit für
die kommenden Schuljahre (vor allem sind wieder
einmal negative Auswirkungen auf die
Anmeldezahlen zu erwarten),
ein erneutes In-Frage-Stellen des
Schulstandortes und damit eine Neuauflage der
KGS – Diskussion von 2009,
Verunsicherung von Eltern, Lehrern und
Schülern,
einen Eingriff in die Schullaufbahn der
derzeitigen Schülerschaft, da uns trotz
politischerVersprechungen das Ablegen des
Abiturs an einer Restschule als
realitätsfern erscheint.
Um einen fairen Wettbewerb unter den Schulen zu
gewährleisten, fordern wir ein politisches
Verhalten, welches den dafür nötigen
Rahmen bietet. Für eine nachhaltige Umsetzung
unserer neuen pädagogischen Konzepte sind
Planungssicherheit und ein fairer Umgang zwischen
Politik, Schulträger und Schule
unerlässlich!
Vor allem erwarten wir von den
Entscheidungsträgern:
kurzfristige konkrete Informationen und
Richtigstellungen für die Eltern der
zukünftigen Fünftklässler der
kommenden beiden Schuljahre seitens der
Entscheidungsträger vor dem Tag der offenen
Tür am 9. bzw. 16. März 2012 an den
Gymnasien Hölty und Ernestinum,
eine Umsetzung des Beschlusses zum Ausgleich
der Schülerzahlen hinsichtlich der
Vierzügigkeit aller Celler Gymnasien,
die Sicherung der gymnasialen Vielfalt in der
Stadt Celle. Insbesondere die folgenden Merkmale
zeichnen die Schulen an den beiden diskutierten
Standorten aus und würden unwiederbringlich
verloren gehen:
- die integrative Kraft und das besondere
Fremdsprachenangebot sowie die innovativen
Ansätze des Hölty-Gymnasiums
- die Tradition des Gymnasiums Ernestinum
inklusive des altsprachlichen Angebots und
seiner humanistischen Prägung
eine Überprüfung alternativer
Standorte für eine IGS,
angemessene Reaktionen auf die Prognosen zum
demografischen Wandel durch Einbeziehung aller
Betroffenen
eine methodisch saubere und ergebnisoffene
Elternbefragung zur Einrichtung einer IGS im
Bereich des Schulträgers, die sowohl das
„Ob“ als auch das „Wie“ klärt.
Wir fordern daher die Politiker auf, unsere Bedenken
verantwortungsbewusst in ihre Entscheidungen
einzubeziehen.
Sommerkonzert des Hölty-Gymnasiums
Ein
ausgesprochen abwechslungsreiches Programm erwartete
die zahlreichen Zuhörer in der voll besetzten
Alten Exerzierhalle, die zum Sommerkonzert des
Hölty-Gymnasiums erschienen waren.
Instrumentale und vokale Beiträge von
bemerkenswerter Qualität wechselten sich dabei
ab, größere sowie kammermusikalische
Formationen brachten willkommene Klangwechsel in den
Abend, der so zu einem wunderschönen Erlebnis
wurde. Besonders hervorzuheben ist aber über
allem die Begeisterung, Hingabe und gleichzeitige
Disziplin der ca. 150 Schülerinnen und
Schüler, die dieses Konzert gestalteten.
Das Bläserklassenkonzept der Schule wurde
naturgemäß besonders stark deutlich mit
drei verschiedenen Klassen, die auf einem
erstaunlichen Niveau Werke aus der Klassik sowie der
populären und der Filmmusik auf die Bühne
brachten. Die Little Jazz Band, die die aus den
Bläserklassen entwachsenen Schülerinnen
und Schüler neu zusammenfasst, spielte mit viel
Schwung den Titel „Oye como va“ sowie ein Medley von
Titeln der Gruppe ABBA, der begeistert aufgenommen
wurde.
Die Chöre der Schule zeigten sich stimmstark
und mit präziser Intonation und Leidenschaft.
Der Unterstufenchor „Vokalini“ sowie der
Mittelstufenchor bestachen mit sauberem Klang,
deutlicher Artikulation und einer starken
Präsenz bei all ihren Beiträgen, ob bei
den herrlichen Gesängen zum Thema „Dschungel“
oder Reinhard Meys dreistimmig gesungenem „Über
den Wolken, ob bei dreihundert Jahre alten
spanischen Liebesliedern, bei „Barbara Ann“ von den
Beach Boys oder der Kostprobe aus dem Webber-Musical
„Joseph and the amazing technicolor dreamcoat“.
Gesangskultur pur!
Zwei Streichergruppen sorgten für einen
Klangwechsel mit Werken von Edward Elgar oder Scott
Joplin und zeigten, dass auch dieser Bereich seinen
Platz in der Schule hat. Eine Besonderheit bildete
die neu gebildete Schulband, die sich Titeln der
Rock- und Popszene annimmt. Mit engagierter und
gelungener Show präsentierte sie unter anderem
Aretha Franklings „Think“. Nach einem gemeinsamen
Bläserklassenstück der „kleinen“
Bläserklassen 5 bildete der durch das
Streicherensemble begeleitete gemeinsame Gesang des
ganzen Saales mit dem Lied „Der Mond ist
aufgegangen“ den Abschluss dieses gelungenen
Konzertes. Der Abend zeigte einmal mehr: Schule lebt
nach innen und außen immer wieder besonders
durch die Musik und formt so die Persönlichkeit
und Reife von Schülerinnen und Schülern.
Back
to
our Roots?
Am Dienstag,
den 12.4.2011, haben wir, der Biologie Leistungskurs
des Jahrgangs 11 des Hölty Gymnasiums, unter
der Leitung von Frau Klein eine Exkursion in das
Schülerlabor Braunschweig gemacht. Unter dem
Thema „Back to our roots?“ untersuchten wir das
Vorhandensein des Alu-Elements in Zweiergruppen.
Alu-Elemente sind sich wiederholende
Sequenzabschnitte im Genom eines Lebewesens, die bei
Menschen auftauchen, aber nicht bei den nah
verwandten Menschenaffen. Durch diese Untersuchung
kann man mehr über die menschliche Evolution
herausfinden. Im ersten Schritt gab einer der beiden
Schüler eine Speichelprobe, aus der wir dann
durch verschiedene Methoden, wie zum Beispiel dem
Silica-Filter, unsere DNA isolierten. Um ein
eindeutiges Ergebnis zu bekommen,
vervielfältigten wir eine bestimmte Sequenz des
achten Chromosoms mit Hilfe der
Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR. Im Anschluss
machten wir die Fragmente durch die
Gelelektrophorese sichtbar und werteten das Ergebnis
aus. Einige Schüler waren homozygot und andere
heterozygot für das Alu-Element. Unserem Kurs
hat die Exkursion viel Spaß gemacht. Zwar hat
es fast den ganzen Tag gedauert, aber das hat sich
gelohnt. Selbst die Theorieeinheiten waren nicht
langweilig, was wir alle zunächst dachten. Sie
waren sehr anschaulich gestaltet und auch notwendig
zum Experimentieren. Wir konnten die Kenntnisse aus
dem Unterricht gut anwenden und haben auch noch
dazugelernt. Alles in allem können wir diese
Laborarbeiten weiterempfehlen, da es interessant war
einen kleinen Einblick in das Berufsleben eines
Laboranten zu bekommen und etwas zu untersuchen, was
man selber gespendet hat.
Jessica Klassen und Stephanie Thierling
Jazz- und
Revivalkonzert
Das Jazz-
und Revivalkonzert im Beckmann-Saal zeigte den hohen
Standard, den die Musik am Hölty-Gymnasium in
den letzten 10 Jahren sich erarbeitet hat. Die
Bläserklassenarbeit zeigt ihre Früchte!
Einen wunderbaren Mix aus Klassik, Musical, Film und
Jazz konnte dabei die Bläserklasse 2008 auf die
Bühne zaubern. Mit einem engagierten sauberen
Spiel überzeugte sie bei ihrem Revival auch
nach drei Jahren, wobei ihre Ausdrucksstärke
noch stark zugenommen hat.
Die Bigband des Hölty hat sich mittlerweile
einen sehr guten Namen gemacht und wird für
viele Veranstaltungen angefragt. Der Grund wird nach
diesem Auftritt deutlich. Eine breite Palette von
Stilrichtungen, eine präsente
Bühnendarstellung und eine hohe musikalische
Qualität gepaart mit einem starken
persönlichen Einsatz sind Markenzeichen dieser
Jazzformation. Vom alten stampfenden Blues über
leichten Swing, funkigem Bläsersatz bis zu
zarten Balladenklängen und kräftigem
Rocksound spielte die Bigband über eine Stunde
nonstop mit vollem Einsatz, eine Höchstleistung
besonders für die Bläser. Dieses
Vorbereitungskonzert auf die Konzertreise im
September nach England zeigte, dass die Gruppe auf
dem richtigen Weg ist.
Varieté im
Hölty-Gymnasium
Das
Hölty-Varieté 2011 war ein voller
Erfolg! Solch ein buntes und qualitativ
hervorragendes Programm in einer Schule ist etwas
ganz Besonderes! Von mitreißenden
Chordarbietungen aus Musicals über
kammermusikalische Gruppen instrumentaler und
vokaler Art (Barbershop-Quartett mit Lehrern),
Tanzvorführungen (Jazz- und Steptanz), einer
herrlich erfrischenden Theaternummer bis zu
sportlich- akrobatischen Vorführungen auf zwei
Trampolins, mit den Einrädern oder am
Vertikal-Tuch gab es ein
außergewöhnliches Programm, das die
Zuschauer begeisterte. Sie konnten – an Tischen
sitzend – das Geschehen herrlich mitverfolgen und
genossen diesen heiteren und unterhaltsamen Abend in
vollen Zügen. Die Hölty-Bigband mit ihrem
Super-Sound rundete diesen Abend gelungen ab. Noch
lange wird dieses Ereignis in der Schule nachwirken.
Herzlichen Dank an alle Planer, Mitwirkende und die
vielen Helfer!
Russian Power am
Hölty
Am 27. Januar 2011 feierten nachträglich die
Schüler und Schülerinnen der
Russischkurse gemeinsam mit mehr als 120
Gästen das russische Silvester, in Russland als
„Новогодний огонёк“ bekannt. Dabei wurde getanzt,
gesungen, parodiert und Theater gespielt.
Eingeleitet wurde der Abend von Hermann Schwarz mit
dem Klavierstück aus dem russischen Film „Mein
zärtliches und sanftes Wesen“, mit dem er die
Zuschauer in Stimmung brachte. Hiernach
kündigten die charmanten Moderatorinnen
Anastasia Wittmer und Olga Steinbrenner den Song
„Ich bin mit Dir“ von Katja Stumpf, Aleksandr
Tihonov und Maximilian Körfer an, welche die
Atmosphäre im Saal zum Steigern brachten. Nun
konnte sich das Publikum an eindrucksvollen und
wunderschönen Fotos aus Sankt Petersburg in
einer Diashow vom Schüleraustausch im Oktober
2010 erfreuen. Nicht nur die „Großen“ zeigten
am russischen Abend ihre Gesangskünste. Auch
die „Kleinen“ des 6. Jahrgangs haben sich ordentlich
ins Zeug gelegt und das Publikum mit dem Lied „Ecли
весело живётся“ (If you are happy) eingeheizt und
zum Mitmachen gebracht. Zu einer Bombenstimmung im
Saal führte die Darstellung des
Schwanensee-Tanzes von vier eleganten Grazien
Florian Bruns, Benjamin Heinrich, Stefan Pjatak und
Nikolaj Grad. Diese moderne Inszenierung des
Ballett-Klassikers versetzte die Zuschauer erneut in
Begeisterung und beanspruchte ihre Lachmuskel. Die
darauf folgende Pause gab den Gästen und
Darstellern des Abends die Möglichkeit, viele
russische Spezialitäten zu kosten. Weitere
Darsteller des russischen Abends waren unter anderem
Maria Albach, Dennis Abdulin und Alexander
Bollenbach, welche die Sänger des 11.
Russischkurses zu „ Mиллион аллых роз“ („Eine
Million roter Rosen“) auf dem Klavier, der Gitarre
und auch schauspielerisch begleitet haben. Darja
Denisenko, Sophia Thiele und Max Fuhrmann (Gitarre)
begeisterten das Publikum mit dem Song „ Лаванда “
(„Lavanda“), bei welchem der 9. Russischkurs
performte. Auch die Theater-AG von Frau Bunkenburg
brachte die Zuschauer mit einer Parodie von
„Aschenputtel“ zum Lachen. Letzter und
wahrscheinlich auch dynamischster Akt des ganzen
Abends war die Tanzgruppe „Russian Power“, die
gemeinsam mit Frau Simon, der Veranstalterin des
ganzen Abends, den Zuschauern gute Laune und eine
„Power- Stimmung“ schenkte.
Abschließend kann man sagen, dass die
Veranstaltung ein rundum gelungener und
erfolgreicher Abend war, welcher den Zuschauern eine
einmalige Unterhaltung bot und nach einer
Wiederholung ruft.
Wie möchten uns noch einmal bei Frau Simon
für ihre Mühe und ihr Engagement bedanken!
Darja Tankow
50 Jahre Hölty
- das wurde gefeiert!
Am Freitag und Samstag den 17./18.09.10 feierte das
Hölty-Gymnasium sein fünfzigjähriges
Bestehen unter anderem mit Konzerten, Projekttagen
und einer offiziellen Feier am Samstagmorgen, zu der
auch internationale Gäste geladen waren.
Video vom
musikalischen Hölty-Jubiläum
Bei der den verschiedenen Modenschauen der
Jahrgänge 6-10,die sie zu verschiedenen
Jahrzehnten veranstalteten (Bild Jg. 9, 70er
und Jg. 7, 90er) waren die Schüler sehr
kreativ und das Publikum begeistert.
Von der Technik
bis zu kleinen Theaterstücken
organisierten die Schüler alles selbst,
nur zeitweise halfen Lehrer und ältere
Schüler aus.
Auch die
langjährigen Organisatoren unseres
Englandaustausches waren angereist und waren
für die Idee einer Musikfreizeit nach
England zu begeistern.
Bei der
offiziellen Feier am Samstag kamen viele
Gäste, auch um in den Genuss der
musikalischen Einlagen der Schüler zu
kommen.
Es wurden mit
viel Freude Reden geschwungen, hier zwei
ehemalige Schüler, der
niedersächsische
Verkehrs-Wirtschaftsminister und eine
Abiturientin des ersten Abiturjahrgangs am
Hölty.
Das
Bachensemble unter der Leitung von Egon
Ziesmann lieferte eine großartige
Vorstellung.
Von zwei
Hölty-Schülerinnen des ersten
Abiturjahrgangs und ihrer damaligen Lehrerin
wurde noch schnell ein Erinnerungsfoto
geschossen.
Für alle Beteiligten steht fest: es waren 2
absolut gelungene Tage, bei denen für jeden
etwas dabei war, sei es das Jazzkonzert, das
Hölty Konzert oder ein gelungenes Projekt,
dessen Ausstellung man sich anschaute.