www.celler-presse.de vom 22.02.2012


Hölty-Schüler als Unternehmensleiter

MIG-Planspiel als Training für Ausbildung und Karriere


CELLE. Das Management Information Game, MIG genannt, ermöglicht es jungen Menschen, einen Einblick in die Berufswelt zu erlangen. Für eine Woche hatten die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eingeteilt in drei Gruppen bzw. Unternehmensvorstände, wichtige Entscheidungen für ihre Konzerne zu treffen: Vertriebskanäle aufbauen, ausländische Märkte erobern, Modernisierungen durchführen und Personalplanungen umzusetzen. Es war eine Woche mit vielen Herausforderungen und Höhepunkten, wobei der Spaß nicht zu kurz kam: Dank vieler Informationsblöcke und mit ständiger Unterstützung insbesondere durch den Spielleiter Herrn Andreas Mätzold vom Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft konnten die jungen Menschen viel über den internationalen Wirtschaftsalltag lernen.

Die drei Unternehmen „Waketech AG“, „Eggtech“ und „Schlaf Gut AG“ sollten mit verschiedenen Marketing-Konzepten und unterschiedlichen Unternehmensstrategien ein und dasselbe Produkt an den Mann bringen. Die Konkurrenz der Firmen fand am Donnerstagabend vor hochrangigen Gästen aus Verwaltung und Wirtschaft ihren Höhepunkt. Im Rahmen einer Verkaufsveranstaltung wurde das Produkt - wie im echten Leben - möglichen Kunden präsentiert und das eigene Konzept gegenüber kritischen Fragen der Fachleute verteidigt. Hierbei setzte sich die „Schlaf Gut AG“ mit 129 Stimmen als Sieger des Abends durch und konnte somit noch einmal Pluspunkte im Planspiel verzeichnen. Bei einem anschließenden Snack führten die Teilnehmer informative und lockere Gespräche mit den Fachleuten über berufliche Perspektiven.

Ermöglicht wurde die Durchführung dieses Planspiels insbesondere mit der finanziellen Unterstützung der Conmetall GmbH, der Cameron GmbH und der Stadt Celle, die auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Ein Highlight der Woche blieb ein Besuch bei Cameron, der einen interessanten Einblick in das Agieren eines erfolgreichen Erdölunternehmens bot. Ein Vortrag zum Thema „Forschung und Entwicklung“ wurde ergänzt durch eine Betriebsbesichtigung, die einen außergewöhnlichen und aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen gewährte.

Während der ungewohnt langen Arbeitstage von mindestens 10 Stunden legten die Schüler viel Engagement an den Tag, um die Bewährungsprobe erfolgreich zu bestehen. Wer hier mit Zeitmangel und der Teamarbeit nicht zurechtkam, hatte schlechte Karten, doch wer seine individuellen Stärken gut einsetzte, verzeichnete viele Erfolgserlebnisse. Es war von Werbekonzepten bis hin zu Bilanzen für jeden Geschmack etwas dabei die Erfahrungen dieser Woche können einem in der Zukunft helfen.

(PR | Henrike Narjes)
22. Februar 2012

Cellesche Zeitung vom 25.06.2011

Höltyaner sollen eigene Wege finden und gehen

"Geben Sie der Ignoranz keine Chance!" Diesen großen Wunsch gab Schulleiterin Monika Nerreter den 103 Schülern des Hölty-Gymnasiums mit auf den Weg, die gestern aus dem familiären Umfeld der Schule in die "freie Wildbahn" entlassen worden sind

CELLE-HEESE. Zehn der Abiturienten schafften eine „Eins“ vor dem Komma. Die besten Ergebnisse erreichten aus dem G8er-Jahrgang Pia Gerstenberg und Andre Schomburg mit enem Notendurchschneit von je 1,8 und aus dem G9er-Jahrgang Carolin Schilling (1,7) und Stefanie Oelker (1,8). Immerhin
49 schlossen mit einer „Zwei“ vor dem Komma ab. "Diese Ergebnis ist beeindruckend, betraten wir doch mit der Umkehr zum zwölfjährigen Abitur und dem verbundenen Wechsel des Systems alle gemeinsam Neuland. Ihr Ergebnis ist Zeugnis dafür, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich gegangen sind", so Nerreter: "Meine aufrichtige Bewunderung möchte ich auch den Schülerinnen und Schülern aussprechen, die mehr als andere gekämpft haben, die es schwerer als andere hatten."

Anhand des Gedichts "The road not taken" von Robert Frost erinnerte Nerreter daran, dass nicht immer der Weg, den viele gingen, auch gut für einen selbst sei: "Sie stehen nun vor einem Wendepunkt, Sie richten Ihren Blick auf die Zukunft wie auf einen undurchsichtigen Wald mit verschieden mehr oder weniger ausgetretenen Pfaden.Geht man den eigenen, einen neuen, noch nicht von anderen ausgetretenen Weg, lässt man sich selbstverständlich auf ein Risiko ein. Kann ich mein Ziel erreichen? Wie beschwerlich wird der Weg sein? - Trauen Sie sich etwas zu! Lassen Sie sich nicht einschüchtern von Arbeitslosigkeit, von Pessimisten und schlechter Laune, von Lehrstellenmangel und Numerus Clausus. Noch immer öffnet das Abitur Türen und hält Chancen bereit. Und: In nicht allzu ferner Zukunft werden wir Sie alle als gut ausgebildete Fachkräfte und Akademiker dringend brauchen."

Die Schulleiterin ermunterte ihre Abgänger dazu, jetzt ihr Leben selbst nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten: "In die Fußstapfen von anderen, in die der Eltern, älterer Geschwister oder Menschen, die Sie verehren, zu treten, ist immer leichter, bequemer, aber oft nur scheinbar sicher. Natürlich macht alles Neue und Fremde Angst. Schrecken Sie nicht zurück! Wenn Sie sich auf Unbekanntes einlassen und sich vertraut damit machen, wird Ihre Angst bald verschwinden. Lassen Sie sich nicht - auch nicht von Ihnen nahestehenden Menschen - in Bahnen drängen, die Sie nicht wirklich wollen"

Nerreter wünschte ihren zukünftigen Ex-Schülern Zielstrebigkeit: "Trotz aller möglichen Irrwege, Abwege und Umwege hoffe ich, dass Sie Ihre Spur halten und nie Ihr Ziel aus den Augen verlieren. Hängen Sie Ihre Ziele ruhig hoch, stecken Sie sie weit! Nicht ganz anzukommen ist nicht so schlimm, wie es nie versucht zu haben."

Es sind oft tote Fische, die mit dem Strom schwimmen", sagte Dirk Löffler, der sein Abitur am Hölty 1971 "gebaut" hatte. Derzeit befinde man sich in einem "Schwebezustand", sagte Katja Stumpf, die mit Mattes Eden für die Abiturienten sprach: "Wir wissen noch nicht, wo wir landen werden."

Cellesche Zeitung vom 30.03.2011

„Jugend forscht“: Dritter Platz für Hölty-Trio

Erfolg für drei Schülerinnen vom Hölty-Gymnasium bei „Jugend forscht“: Luisa Schlaberg (14), Francesca Bongiovanni (13) und Johanna Menke (13) wurden beim Landeswettbewerb mit einem dritten Platz im Sachgebiet Biologie ausgezeichnet. Sie hatten das Wachstum von Pflanzen bei erhöhter Kohlenstoffdioxidkonzentration untersucht.

CELLE. Niedersachsenweit hatten im Februar mehr als 500 Schüler im Alter von 9 bis 14 Jahren ihre wissenschaftlichen Projekte in den sieben Regionalwettbewerben von „Jugend forscht“ vorgestellt. 40 Forscherteams mit insgesamt 77 Schülern schafften es in den Landeswettbewerb, der vom 24. bis 26. März in Oldenburg stattfand. Jetzt wurden dort die Sieger gekürt.

Das junge Forscher-Trio aus Celle hatte verschiedene Untersuchungsbehälter gebaut, in denen die Schülerinnen Pflanzen mit unterschiedlichen Kohlenstoffdioxidkonzentrationen versorgten. Bei der Untersuchung wurden das äußere Erscheinungsbild, die Wuchshöhe, die Wachstumsgeschwindigkeit, die Spaltöffnungsanzahl und die Blattquerschnitte verglichen.

Die Arbeiten der jungen Forscher in sieben naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen und einer sozialwissenschaftlichen Disziplin wurden von einer jeweils vierköpfigen, fachkundigen Jury begutachtet. Überzeugen mussten die Schülerteams nicht nur mit ihren Untersuchungen und Experimenten, sondern auch mit der Präsentation ihrer Forschungsarbeiten.

Schirmherr von „Jugend forscht“ in Niedersachsen ist das Kultusministerium. Ausgerichtet wird der Landeswettbewerb bereits seit 2004 von der EWE AG als Patenunternehmen. Der Wettbewerb soll Schülern einen Anreiz bieten, ihrer Begeisterung für naturwissenschaftliche und mathematische Zusammenhänge über die Schule hinaus zu folgen.


Cellesche Zeitung vom 15.01.2011

Hölty-Varieté: Von Big Band bis Akrobatik


Die Bestuhlung in der Sporthalle des Hölty-Gymnasiums war bis auf den letzten Platz belegt. Über 350 Eltern, Verwandte und Freunde folgten der Einladung zum 3. Hölty-Variete, verfolgten begeistert die musikalischen und akrobatischen Darbietungen. „Nach den großen Erfolgen im Jahr 2006 und 2008 waren es vor allem die Schüler, die auf uns Lehrer zukamen und nach einer Wiederholung des Varietés fragten“, so Egon Ziesmann, Musiklehrer und Koordinator der Veranstaltung.

130 Schüler hatten ein fast zweistündiges Programm auf die Beine gestellt. Hiebei waren der große Chor und die Big-Band des Hölty Gymnasiums musikalische Eckpfeiler, die aber von vielen kleineren Musikeinlagen, sei es von einer groovigen Schlagzeug-Performance oder auch dem singenden Lehrerquartett „BarberShop-Singers“, gekonnt flankiert wurden. Da Musik am Hölty eine große Rolle spielt, verwundert es nicht, das es einen Sieger im Klassen-Musik-Wettkampf gab: die Klasse 9a zeigte dann auch ihren Siegersong „Oh Africa“.

Es wurde jedoch noch mehr geboten: In unterschiedlichsten artistischen Darbietungen zeigten die Schüler, dass sie nicht nur in der Schule einiges lernen. Waghalsige Trampolin- Akrobatik wurde von artistischen Zirkus-Kunststücken auf dem Einrad und an dem vertikalem Tuch gezeigt. Hier zeigten drei Schülerinnen in gut vier Meter Höhe atemberaubende Figuren, welche im Zirkus „Knalltüte“ in der CD-Kaserne einstudiert wurden.

„Am Ende ist das Varieté nicht nur eine nette Abendveranstaltung, vor allem bringt es der Schule, Lehrer wie Schülern, ein ungeheueres Gemeinschaftsgefühl. Dieses wirkt auch in den kommenden Wochen und Monaten positiv nach“, so Ziesmann

Cellesche Zeitung vom 15.01.2011

Weihnachts- wird zum Neujahrskonzert


Rund 150 Schüler des Hölty-Gym­nasiums zeigten am vergangenen Mittwoch ihr Können in der Neustädter Kirche. Das Weihnachtskonzert im Dezember musste aufgrund der schlechten Wetterlage verschoben werden. So präsentierten die jungen Musiker unter der Leitung von Egon Ziesmann erstmals ein Neujahrskonzert.

CELLE. „Unsere Schüler sind in neun verschiedenen Formationen zu hören. Wir haben überwiegend klassische Stücke im Repertoire, aber auch Peppiges kommt mit der Little Jazz Band nicht zu kurz“, so Musiklehrer Ziesmann. Neben den altbekannten Stücken wie „Jingle Bells“ und „Tochter Zion“ gab es auf ein Neujahrsgedicht, welches ein wenig aus der Weihnachtszeit aufweckte. Wie schon in den vergangenen Jahren war der Eintritt kostenlos und die Besucher wurden gebeten, eine Spende abzugeben. Die Kollekte geht zum einen Teil an die Aktion „Brot für die Welt“ und zum anderen an den Fachbereich Musik des Gymnasiums um neue Anschaffungen wie Instrumente finanzieren zu können.

„Die vielfältige und abwechslungsreiche Programmgestaltung schaffe eine schöne Atmosphäre“, berichtete eine Zuhörerin. „Da könnte man stundenlang zuhören. Es sind viele verschiedene Stile und Klänge wahrnehmbar. Chorsänger und Instrumentalisten spielen abwechselnd und miteinander.“ Insgesamt erfreuten sich ungefähr 300 Zuschauer an den nachweihnachtlichen Klängen in der Neustädter Kirche.


Cellesche Zeitung vom 06.01.2011

Hölty-Schüler stellen Tourismusprojekt vor


Im Rahmen eines Seminarfachprojekts am Hölty-Gymnasium Celle erarbeiteten vier Schüler eine Broschüre über die besten Freizeitattraktivitäten in Celle. Die mit der Höchstleistung von 15 Punkten honorierte Arbeit soll nun der Tourismus Region Celle (TRC) zur Verfügung gestellt werden.



CELLE. Der Entdeckerbus, das Boman Museum und das Celler Badeland sind Celles beliebteste Attraktionen. Das fanden Schüler bei der Erarbeitung ihres Projekts heraus. Eine bebilderte Broschüre mit zahlreichen Informationen für Besucher der Residenzstadt hat eine lange Geschichte. Als Lehrer Martin Freytag vor den Herbstferien die Aufgabe für ein solches Projekt stellte, kam der Gruppe schnell eine Idee. Es sollte etwas mit Tourismus zu tun haben. Im Erdkunde-Leistungskurs hatten die Schüler schon öfter mit der Auswertung von statistischen Daten zu tun. „Diese könnte man ja auch hier verwenden“, dachten sich die Jugendlichen. Nach ersten Recherchen erwies es sich jedoch nicht für einfach, an solche Informationen zu kommen. Die nächste Idee war dann einen Film zu drehen. Aber auch hier gab es Probleme wie die fehlende Technik. Weitere Überlegungen brachten die Schüler auf ein neues Konzept: „Wir haben rund 150 Touristen zu Celles Freizeitattraktionen befragt. Vom Celler Badeland bis zur Führung mit dem Nachtwächter. Sie durften bewerten und wir haben alles in einer übersichtlichen Broschüre zusammengefasst“, so der 18-Jährige Malte Seifert. Zusammen mit Olga Steinbrenner, Nadja Hoffmann und André Schomburg bildeten die Schüler eine Gruppe, in der effektiv gearbeitet wurde. „Und auch der Spaß dabei kam nicht zu kurz“, freute sich Nadja, die zusammen mit André die Fahrgäste der M.S. Wappen befragte, während der Rest der Gruppe Informationen über die Hengstparade einholte.

„In der Entstehungsphase haben wir sehr viel dazu gelernt“, berichtet André: „Viele Probleme kamen uns in den Weg. Hierfür mussten wir dann erstmal Lösungsansätze finden. Alles in allem sind wir aber sehr zufrieden mit unserer Arbeit“.

In der Zukunft könnte die Broschüre vielleicht allen Celler Touristen helfen, sich für eine Freizeitgestaltung zu entscheiden. Mit einer Durchschnittsnote von 1,7 schnitt der Entdeckerbus am besten ab. Dicht gefolgt vom Boman Museum und dem Celler Badeland. Bewertet wurden Spaßfaktor, Service, Atmosphäre, Gastronomie und Preisleistungsverhältnis.

Ergänzend bietet ein Stadtplan in der Broschüre Informationen zu den besten Parkmöglichkeiten und die Zusammenstellung von sechs individuelle Touren durch Celle nimmt den Touristen die Planung fast vollständig ab. Die Tourismus Region Celle freute sich über die gestrige Vorstellung des Projekts und zeigte grundlegendes Interesse an der Broschüre.


Cellesche Zeitung vom 16.09.2010

Gelebtes Motto: "Heute Schule sein für morgen"


Mit einem Festakt in der großen Sporthalle hat das Hölty-Gymnasium am Sonnabend sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gastredner versäumten es nicht, der Schule mit unterhaltsamen und humorvollen Grußworten zu gratulieren. Eingerahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische Auftritte der Blechbläsergruppe, der Streichergruppe, des Bach-Ensembles und des Chores.

CELLE. „Heute Schule von morgen sein“, gab Schulleiterin Monika Siemund das Motto des Hölty-Gymnasiums wieder und brachte damit zum Ausdruck, dass sie nicht nur einen Rückblick auf die Geschichte der Schule geben wollte, sondern den Blick in die Zukunft richtet. Siemunds Ziel: Eine gemeinsame Identifikation mit der Schule schaffen. Wobei, und das klang in vielen Redebeiträgen an, ist genau dies schon automatisch geschehen, als im vergangenen Jahr das Hölty als Standort für eine KGS zur Disposition gestellt wurde. Siemund dankte allen, die die Schule damals unterstützten, „als das Hölty in Not geriet“.

Als Festredner fungierte der ehemalige Höltyaner und jetzige niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). Er ließ mit viel Humor noch einmal so manche Reiberei mit den damaligen Lehrern und dem Direktor wieder aufleben, fand aber auch ernste Worte. „Bei der Frage der Schulstandorte geht es zu oft um die Gemeinde und nicht darum, wo die Kinder dieser Gemeinde die beste Ausbildung bekommen“, meinte Bode. Man müsse sich jedoch mehr darüber unterhalten, was mit den Schülern passiert und welches Wissen den Schülern vermittelt werden muss, so der ehemalige Höltyaner.

Cellesche Zeitung vom 16.09.2010

Zum Thema: 50 Jahre Hölty-Gymnasium Celle

Engagement über Unterricht hinaus: Von "Jugend forscht" bis Bigband

Seit Wochen planen und arbeiten Schüler und Lehrer am großen Jubiläumsfest

Das „Hölty" wird 50 - das „jüngste" Celler Gymnasium ist, auch wenn es aus den Kinderschulen schon längst herausgewachsen ist, stets jung und aktuell geblieben. Wo andernorts die Tradition sich auch einmal als Hemmschuh gezeigt haben mag, konnten sich im Hölty relativ ungehindert neue Ideen entwickelt und Konzepte etablieren. Das „kleine" Gymnasium bietet darüber hinaus seinen Schülern einen besonders guten Kontakt zu den Lehrern, eine fast „familiäre" Atmosphäre.
Von Doris Hennies
CELLE. Wie intensiv sich Schüler und Eltern mit dem Hölty-Gymnasium verbunden fühlen, hat sich erst jüngst in der Diskussion zu den Plänen, aus der Schule eine KGS (Kooperative Gesamtschule) zu machen, gezeigt: Die Nachricht löste einen Sturm des Protests bei allen Beteiligten aus. Unterschriftensammlungen und Demonstrationen dokumentierten dies eindrucksvoll und machten die Solidarität zu „ihrem" Gymnasium deutlich.

Das Hölty bietet seinen Schülern heute drei Schwerpunktbereiche. Der mathematisch-naturwissenschaftliche Schwerpunkt wird ergänzt durch Angebote von speziellen Arbeitsgemeinschaften, zum Beispiel der AG „Jugend forscht", die seit fast 15 Jahren beachtliche Erfolge zu verzeichnen hat, allein 9 erste Preise wovon vier bis in den Landeswettbewerb gingen (ebenfalls sehr erfolgreich). Für die jahrelange erfolgreiche Arbeit in der „Roboter-AG" erhielt Ralf Hagen 2009 einen Sonderpreis „für ein hervorragendes Projekt" von der „Stiftung Niedersachsen Metall" verliehen.

Der fremdsprachliche Schwerpunkt enthält über die „klassischen" Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Latein) auch Russisch, als zweite Pflichtfremdsprache wählbar, sowie Spanisch. Mit großem persönlichem Einsatz haben vor allem die Fremdsprachenlehrer ein gut funktionierendes Netzwerk zwischen dem Hölty und ausländischen Schulen aufgebaut. Heute profitieren viele Schülerinnen von den angebotenen Austauschmöglichkeiten.

Der musikalisch-künstlerische Schwerpunkt lebt vor allem vom Interesse und der starken Nachfrage der Schüler, sowie dem Engagement von Egon Ziesmann und seinen Kollegen. Mit dem Aufbau der Bläserklassen wurde der Grundstock für die Bigband gelegt. Aus dieser Arbeit, in Koproduktion mit anderen Lehrkräften und deren Einsatz für Chor und Kunst, entstanden auch die überaus erfolgreichen Musical-Produktionen und Theaterauftritte am Hölty. Die Einbindung von Schülern in das Schulgeschehen wird außerdem am Tag der offenen Tür und auch an den Projekttagen deutlich.

Seit diesem Schuljahr wird am Hölty in Doppelstunden unterrichtet. Die Rhythmisierung hat den Vorteil, dass eine Konzentration auf das jeweilige Fach möglich ist. Zeitaufwändigere Konzepte können so verwirklicht werden, die Schüler werden nicht so schnell und oft aus der Konzentration gerissen und Lehrstoff kann so besser aufgenommen und vertieft werden. Ganz nebenbei ist damit die Zeit tonnenschwerer Ranzen vorbei. Um auch in den Fächern mit weniger Wochenstundenzahl die Rhythmisierung umsetzen zu können, werden mehr Stunden als üblich epochal (das heißt zusammengezogen auf ein Halbjahr) unterrichtet.

Brachte Musik in „seine" Schule

Egon Ziesmann (56) hat sich hier sofort wohl gefühlt. „Die Verbundenheit mit der Schule, sie hat mich nicht mehr losgelassen. Dass ich nach dem Musikstudium hier einen Lehrerplatz ohne zu zögern angenommen habe, habe ich nie bereut."

Überschaubar : Jeder kennt jeden

„Was ich hier so toll finde", sagt Schulsprecherin Laura Thiele (17), ist, „dass jeder jeden kennt. Es gibt viele Angebote. Ich habe über die Bläserklasse die Liebe zur Musik entdeckt. Nach dem Schüleraustausch will ich in Französisch Abitur zu machen."

Jederzeit Hilfe bei Problemen

Schulsprecher Oktay Ercal (16) findet das Schüler-Lehrer-Verhältnis gut. „Hier kann jeder etwas für sich finden, auch in AGs außerhalb des regulären Unterrichts. Man wird nicht hängen gelassen, kann nachfragen. Es gibt hier kaum Probleme."


Hölty-Gymnasium Celle    Ludwig-Hölty-Str. 2    29225 Celle